Das Ausgangsnetz

7. Juni 2009

Das Ausgangsnetz

Wir nehmen uns jetzt die Netzmaske vor, und zählen die Bits, die auf 1 gesetzt sind. Denn diese Bits kennzeichnen den Netzanteil in der Adresse. Es gibt in jedem Oktett nur diese Möglichkeiten:

Tabelle 1

Tabelle 1

Eine der bekanntesten Netzmasken ist die 255.255.255.0, diese hat für jedes der ersten drei Oktette (dezimaler Wert jeweils 255) genau 8 Bits, die „1“ sind, also ist der Netzanteil in der Netzmaske insgesamt 3 × 8=24 Bit lang. Daher auch die Kurzschreibweise/24.

Eine Netzmaske hat „zwischendrin“ keine Löcher, also keine 0. Es gibt daher keine Netzmaske „255.192.255.0“. Zwar steht die 192 in obiger Tabelle, aber man sieht, dass sie Nullen ins zweite Oktett bringt, bevor es im dritten Oktett mit Einsen weitergeht. Auch die „255.255.64.0“ als Netzmaske gibt es nicht. Der Wert 64 taucht in der Tabelle 1 ja nicht einmal auf.

Folgende Beispiele von Netzmasken sind dagegen in der Realität möglich:

Netzmasken ohne Löcher: Die Anzahl der „1“-Bits ergibt die Kurzschreibweise (CIDR-Suffix)

Netzmasken ohne Löcher: Die Anzahl der „1“-Bits ergibt die Kurzschreibweise (CIDR-Suffix)

Bis hierhin waren wir beim Ausgangsnetz, wobei uns davon nur die Netzmaske interessiert hat. Die eigentliche IP wird uns auch weiterhin nicht sonderlich interessieren. Ein Teilnetz entsteht durch Veränderung der Netzmaske. Der Anteil an „1“-Bits wird von links nach rechts erweitert. Die IP-Adresse benötigen wir nur für die spätere Zuordnung der zu bildenden Teilnetze.

Da Sie jetzt die Anzahl an „1“-Bits kennen, kennen Sie auch die Anzahl an Nullen in der Netzmaske. Diese ist ja genau 4 Byte lang, also 32 Bit. Davon ziehen Sie die Anzahl an „1“ ab; Sie können natürlich auch in der binären Schreibweise die Nullen, die alle rechts sind, durchzählen. Somit bekommen Sie die Anzahl an verfügbaren Bits für den Host-Anteil heraus, was später noch wichtig wird.

Auch hier wieder einige Beispiele:

Vom Netz- zum Hostanteil

Vom Netz- zum Hostanteil

Zunächst müssen Sie sich jedoch eine der folgenden Fragen stellen:

  1. Wie viele Teilnetze werden benötigt?
  2. Wie viele Clients müssen in ein Teilnetz passen?

Sie bekommen diese Werte in der Schule meist vorgegeben, oder Sie ermitteln diese beim Kunden.

Befassen wir uns zuerst mit der ersten Frage.

Wie viele Teilnetze werden benötigt?

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